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Es gibt nicht die "richtigen" oder die "falschen" Pflanzen.

1. Viele Pflanzen

Pflanzen sind wahrscheinlich das einzige im Aquarium, von dem es eigentlich kein zuviel, sondern nur ein zuwenig geben kann. Im Aquarium sind Pflanzen besonders wichtig, weil sie einen wesentlichen Beitrag zur Wasserqualität leisten. 

Pflanzen verbrauchen "Schadstoffe" und bilden dafür Sauerstoff. Pflanzen sind unerlässlich, damit das Aquarium ein möglichst stabiles Gleichgewicht entwickeln kann. Ohne Pflanzen wird das nicht möglich sein. 

Pflanzen beeinflussen nicht nur das Wasser, sondern auch den Bodengrund positiv. Sie bieten Siedlungsflächen für Kleinstlebewesen und Bakterien, die für das Aquarium unverzichtbar sind.

2. Schnellwachsende Pflanzen

Wichtig sind schnellwachsende Pflanzen. Schnellwachsende Pflanzen sind das beste Mittel gegen Algen. Allerdings nutzen schnellwachsende Pflanzen nur dann etwas, wenn sie auch wirklich schnell wachsen.

Einen guten Überblick über in Frage kommende Pflanzen gibt es bei Aquamax, der Seite des Algenexperten Bernd Kaufmann.

Es ist sinnvoll nicht nur eine Sorte zu kaufen, sondern durchaus mehrere Arten. So kann man gut herausfinden welche Pflanzen im eigenen Becken gut wachsen und einem selbst auch gefallen. 

Eine gute Indikatorpflanze für eine richtige oder zu starke Düngung (besonders Nitrat) ist die Wasserlinse. Allerdings ist sie aus anderer Sicht mit Vorsicht zu genießen: Hat man sie einmal im Becken hat man sie für immer, oder es heißt sie sofort und vollständig, bis zum letzten Blättchen, täglich absammeln, oder man hat sie eben für immer. 
Ist die Oberfläche erst mit Wasserlinsen bedeckt, dann sind sie fast nicht mehr auszurotten. 

Brauche ich einen Urwald im Aquarium?

Wenn das Aquarium sein Gleichgewicht gefunden hat, dann ist es möglich langsam, sehr langsam, die Pflanzen dem eigenen Geschmack noch mehr anzupassen. Es ist dann auch möglich mit weniger Pflanzen, auch mit weniger schnellwachsenden Pflanzen auszukommen. Aber hier ist Vorsicht angesagt, schnelle Veränderungen führen zu schnellen Veränderungen nicht nur da wo man will, sondern auch zu schnellen Rückschlägen und "Algenkatstrophen".

Abgesehen von den biologischen Vorteilen der Pflanzen empfinde ich ein gut bepflanztes und durch Pflanzen gut aufgeteiltes Aquarium sehr viel schöner. Es bietet den Fischen wichtige Vorteile, da es für die Fische Strukturen und Rückzugsräume schafft. 

Es ist zwar in der Sache nicht unbedingt richtig, aber es erscheint auch natürlicher als ein "kahles" Becken. Dies liegt wohl daran, dass für den menschlichen Betrachter eine optische Harmonie entsteht. Solche Gesichtspunkte sind den Fischen aber egal, sie nehmen eher den praktischen Nutzen wahr, der es ihnen ermöglicht ihr natürliches Verhalten zu leben. 

Zu viele Pflanzen - gibt es das? Geht es ohne Pflanzen?

In der Praxis eher nicht. aber es muss soviel Raum bleiben, dass die Fische sich frei bewegen können. Umgekehrt lässt sich aber sagen, dass es ohne Pflanzen nicht geht. Die biologisch notwendigen Prozesse damit das Becken "funktioniert", damit sich ein Aquarium entwickeln kann werden ohne Pflanzen nicht in Gang kommen und nicht bestehen können.